„Gentrifizierung ist Klassenkampf von oben“

Gentrifizierung ist die Verdrängung ärmerer Schichten aus attraktiven Stadtvierteln – ihr Resultat „sind die gut ausgestatteten für die Work-Life-Balance optimierten Gegenden für das obere Viertel der Bevölkerung ebenso wie die sozial und kulturell abgehängten Ecken für das untere Viertel“ (C. Twickel). Dabei geht nicht nur um „klassenspezifische, ökonomische oder politische Interessen, nicht nur um Bauprojekte, steigende Mieten und Verdrängungsdynamikensondern, sondern um die Erlangung einer gesellschaftlich hegemonialen Position“ (A. Holm). (mehr …)

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Sexuelle Gewalt als Herrschaftsinstrument

Du sitzt in einer Runde, schaust in die Gesichter. Lachende, nachdenkliche, aussagelose, deprimierte, lächelnde, traurige, entspannte Gesichter. Eine Fülle von Emotionen. Die Emotionen wechseln, wenn sich die Menschen unbeobachtet fühlen. Aus der Fröhlichkeit wird Leere, aus dem Lachen wird Zurückgezogenheit. Schau in die Runde: Jedes 3. Mädchen, jeder 5. Junge hat in der Kindheit sexuelle Gewalt erfahren. Die meisten in der Familie oder im engeren sozialen Umfeld.

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Mein Profil-Update

Ich habe grade meine Profile bei Xing und LinkedIn auf den neuesten Stand gebracht. Facebook war schon vor ein paar Tagen dran, da bin ich ja öfter unterwegs. Die erst genannten sind ja, so wie ich so nutze, nur bessere Telefonbücher. Und die sollten stimmen, um ihren Zweck zu erfüllen. Der Grund ist ein höchst erfreulicher. Ich habe es geschafft: Ich habe mein Theologiestudium abgeschlossen. (mehr …)

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Wer soziale Sicherheit für alle will, darf von der EU nicht schweigen

Wenn bei jemand Krankheitssymptome festgestellt wird, dann macht es wenig Sinn nur die Symptome zu bekämpfen und nicht auch die Ursachen. Das wissen wir alle. Prävention, Ursachensuche und -bekämpfung sind angesagt. Und es ist durchaus auch sinnvoll darüber nachdenken, was wirklich „gesund“, was wirklich „krank“ ist – oder ob die Grenzen da nicht fließender sind als gemeinhin angenommen wird. (mehr …)

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Westring-“Spatenstich“-Party: 500 Euro für ein Paar Würstl 

5. Juli 2015. Fototermin am Linzer Hauptplatz. Eine Männerriege schaufelt im extra auf der Bühne aufgebauten Sandkasten. Dabei sind Vizekanzler Mitterlehner, Landeshauptmann Pühringer, Bürgermeister Luger und der scheidende Verkehrslandesrat Hiesl. Manche munkeln die Asfinag hätte letzterem dieses Event zum Abschied geschenkt.  Alle Männer haben an diesem heißen Sommertag das Sakko abgelegt, die Krawatten sind aber ordentlich gebunden. Einheitslook. Schließlich stehen ja Landtags- und Gemeinderats-Wahlkampf an und es gilt Macht und Schaffenskraft zu symbolisieren und ins Bild zu setzen. (mehr …)

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Zehntausende Tote im Mittelmeer und die „EU der Werte“

Eine kritische Reflexion von Rechtsfertigungsstrategien des „sozialen und demokratischen Europas“

Großmachtspolitik, Krieg und Rassismus – offen wie latent – brauchen eine ideologische Rechtfertigung. In diesem Beitrag wird den Ideologien und Diskursen nachgespürt, die dazu beitragen, dass viele Demokrat_innen trotz zehntausender Toter an den Außengrenzen Europas noch immer die Europäische Union als Retterin in der „Flüchtlingskrise“ beschwören – denn eigentlich stehe diese für humanitäre Werte in der Tradition der Französischen Revolution und der Aufklärung. Dieses Denken, dass die inhumanen Fakten rund um uns ignoriert, soll anhand von zwei Diskursen aufgewiesen werden: In einem ersten Schritt wird gezeigt, wie die Illusion vom „demokratischen und sozialen Europa“ von Europa-Euphoriker_inne_n wie dem bekannten Philosophen Jürgen Habermas geschürt wird; der zweite Schritt macht mit Hilfe von Bruchstücken aus den Postcolonial und Cultural Studies deutlich, dass ein kulturell vermitteltes positives Bild von Europa nur denkbar, wenn ihm gegenüber das „Andere“ gesetzt wird: das Rückständige, Unzivilisierte, Vormoderne. Dabei spielt die Kategorie Geschlecht eine wesentliche Rolle. Vor dem Resümee folgt noch ein kurzer Blick auf das Verhältnis EU/USA.  (mehr …)

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10 x mehr netto vom brutto

AK und ÖGB feiern die Steuerreform, die mit 1. Jänner in Kraft tritt. Aber ich bin so wütend.  Ich habe den Fehler gemacht, dass ich beim Online-Rechner zur Steuerreform  nicht nur eingetippt habe, was ich mir an Steuern erspare, sondern auch die Zahlen der oberen Einkommensbereiche errechnet habe. Ich bin richtig wütend, denn es ist ein weiterer Stein auf dem Weg in eine ungerechte Gesellschaft. (mehr …)

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