Wie gewinnen „wir“ den Kulturkampf?

Kulturkampf? Mhmmm, … wirklich nur Kulturkampf? Seit dem EU-Beitritt Österreichs ist das durchschnittliche Realeinkommen je Arbeitnehmer_in um 4 %, je Arbeiter_in um 14 % gesunken. Das unterste Zehntel der Arbeitnehmer_innen musste sogar Reallohnverluste von 35 % in Kauf nehmen. Gleichzeitig haben sich die Gewinnausschüttungen der großen Kapitalgesellschaften verdreifacht. „Wie gewinnen „wir“ den Kulturkampf?“ weiterlesen

Brot und Rosen

Theologische Fragmente zur Ernährung 

„Gebt uns das Brot und gebt die Rosen auch“ heisst es in der „Hymne“ der KAB. Die Streikparole „Brot und Rosen“ von mehr als 20.000 Textilarbeiterinnen mit Migrationshintergrund in Lawrence, Massachusetts (1912) wurde zu einem der bekanntesten Lieder der Gewerkschaften und Frauenbewegung.

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„Gentrifizierung ist Klassenkampf von oben“

Gentrifizierung ist die Verdrängung ärmerer Schichten aus attraktiven Stadtvierteln – ihr Resultat „sind die gut ausgestatteten für die Work-Life-Balance optimierten Gegenden für das obere Viertel der Bevölkerung ebenso wie die sozial und kulturell abgehängten Ecken für das untere Viertel“ (C. Twickel). Dabei geht nicht nur um „klassenspezifische, ökonomische oder politische Interessen, nicht nur um Bauprojekte, steigende Mieten und Verdrängungsdynamikensondern, sondern um die Erlangung einer gesellschaftlich hegemonialen Position“ (A. Holm). „„Gentrifizierung ist Klassenkampf von oben““ weiterlesen

Je mehr Geld, desto mehr Frauen*. Konjunktiv.

Am 10. März ist heuer Equal Pay Day. Der Equal Pay Day macht deutlich wie viele Tage Frauen* zusätzlich arbeiten müssen, um jenen Betrag zu verdienen, den Männer* bereits am Ende des Vorjahres in der Tasche hatten. Auch im Kunst- und Kulturbereich ist es nicht anders. Öffentliche Kulturförderung hätte das Ziel hier gegenzusteuern. Hätte. Konjunktiv.  „Je mehr Geld, desto mehr Frauen*. Konjunktiv.“ weiterlesen

Zehntausende Tote im Mittelmeer und die „EU der Werte“

Eine kritische Reflexion von Rechtsfertigungsstrategien des „sozialen und demokratischen Europas“

Großmachtspolitik, Krieg und Rassismus – offen wie latent – brauchen eine ideologische Rechtfertigung. In diesem Beitrag wird den Ideologien und Diskursen nachgespürt, die dazu beitragen, dass viele Demokrat_innen trotz zehntausender Toter an den Außengrenzen Europas noch immer die Europäische Union als Retterin in der „Flüchtlingskrise“ beschwören – denn eigentlich stehe diese für humanitäre Werte in der Tradition der Französischen Revolution und der Aufklärung. Dieses Denken, dass die inhumanen Fakten rund um uns ignoriert, soll anhand von zwei Diskursen aufgewiesen werden: In einem ersten Schritt wird gezeigt, wie die Illusion vom „demokratischen und sozialen Europa“ von Europa-Euphoriker_inne_n wie dem bekannten Philosophen Jürgen Habermas geschürt wird; der zweite Schritt macht mit Hilfe von Bruchstücken aus den Postcolonial und Cultural Studies deutlich, dass ein kulturell vermitteltes positives Bild von Europa nur denkbar, wenn ihm gegenüber das „Andere“ gesetzt wird: das Rückständige, Unzivilisierte, Vormoderne. Dabei spielt die Kategorie Geschlecht eine wesentliche Rolle. Vor dem Resümee folgt noch ein kurzer Blick auf das Verhältnis EU/USA.  „Zehntausende Tote im Mittelmeer und die „EU der Werte““ weiterlesen

Wer soziale Sicherheit für alle will, darf von der EU nicht schweigen

Wenn bei jemand Krankheitssymptome festgestellt wird, dann macht es wenig Sinn nur die Symptome zu bekämpfen und nicht auch die Ursachen. Das wissen wir alle. Prävention, Ursachensuche und -bekämpfung sind angesagt. Und es ist durchaus auch sinnvoll darüber nachdenken, was wirklich „gesund“, was wirklich „krank“ ist – oder ob die Grenzen da nicht fließender sind als gemeinhin angenommen wird. „Wer soziale Sicherheit für alle will, darf von der EU nicht schweigen“ weiterlesen